Stärkung der industriellen Zusammenarbeit! Die EU will die PV-Fertigung beschleunigen.
Bei einem Treffen, das am 4. März vom EU-Energierat organisiert wurde, diskutierten die Teilnehmer die Entwicklung der Photovoltaikindustrie (PV) in Europa. Im Mittelpunkt standen die beiden Ziele, die Installation von PV-Systemen zu beschleunigen und die europäische PV-Fertigungsindustrie vor dem Druck von Importen billiger PV-Produkte zu schützen.
Walburga Hemetsberger, Geschäftsführerin des Europäischen Photovoltaik-Industrieverbandes (EPIA), empfahl den EU-Mitgliedstaaten, Strategien zu entwickeln, um die Schlüsselrolle von Photovoltaikanlagen in der europäischen Energiewende zu stärken. Sie hob hervor, dass der europäische Photovoltaikmarkt rasant wachse und sich die Branche zwar in einer reiferen Phase befinde, aber vor komplexen Herausforderungen stehe.
EU-Energiekommissar Kadri Simson gab im Anschluss an das Treffen auf einer Pressekonferenz einen Überblick über den aktuellen Stand der europäischen Photovoltaikbranche. Er wies auf die rasante Installation von Photovoltaikanlagen und die Herausforderungen hin, denen sich europäische Photovoltaikhersteller aufgrund des Zustroms billiger Importprodukte gegenübersehen. Er kündigte Pläne zur Entwicklung einer „PV-Marktverpflichtung“ an und rief die EU-Mitgliedstaaten und Interessengruppen dazu auf, sich zu Maßnahmen zur Förderung der europäischen Photovoltaikindustrie zu verpflichten.
Zu den wichtigsten Teilnehmern des Treffens des EU-Energierats gehörten Mechthild Worsdorfer, stellvertretende Generaldirektorin der EU-Energieagentur, Alexandra Sdoukou, stellvertretende Ministerin für Umwelt und Energie Griechenlands, Tinne Van der Straeten, Energieministerin Belgiens, und Leonore Gewessler, Energieministerin Österreichs, die bei dem Treffen eine verstärkte Zusammenarbeit forderten, um Europas ehrgeizige Ziele für den Ausbau der Photovoltaik zu erreichen.
Hemetsberger reflektierte über die Entwicklung der europäischen Photovoltaikbranche und betonte, dass die EU-Photovoltaikstrategie und REPowerEU bahnbrechend seien. Sie wies darauf hin, dass die aktuellen Zusagen trotz des signifikanten Wachstums der installierten Photovoltaikleistung in Europa noch unter dem EU-Ziel von 750 GW bis 2030 lägen. Sie hob die Bedeutung der vollständigen Umsetzung der Genehmigungsvorschriften, die Rolle von Photovoltaikanlagen in der Landwirtschaft sowie den Bedarf an mehr Netzflexibilität und entsprechenden Aktionsplänen hervor.
Hemetsberger ging auch auf die Herausforderungen ein, vor denen europäische Hersteller von Photovoltaikprodukten stehen, und forderte die EU-Mitgliedsverbände auf, unverzüglich Unterstützung zu leisten, um das EU-Ziel zu erreichen, bis 2030 30 GW an PV-Modulen herzustellen. Sie sprach sich gegen handelspolitische Schutzmaßnahmen in Europa aus und empfahl eine starke Industriestrategie mit klaren ESG-Marktzugangskriterien.
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