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Niederländische Normungsbehörde warnt vor Risiken von Photovoltaikanlagen auf Balkonen

19.09.2024

NEN hat niederländische Verbraucher davor gewarnt, Balkon-Photovoltaikanlagen ohne entsprechende Vorkehrungen zu installieren, um die mit diesen Do-it-yourself-Lösungen verbundenen Risiken zu vermeiden.


„Eine fehlerhafte Platzierung oder ein falscher Anschluss können zu gefährlichen Situationen führen“, erklärte die Behörde in einer Mitteilung. „Die Solarpaneele können weggeweht werden oder durch das Dach sinken, und ein fehlerhafter Anschluss kann einen Brand verursachen.“

Balcony PV.jpg
Bezüglich der Wind- und Tragfähigkeit der Module erklärte NEN, dass die Systeme entsprechend beschwert werden müssen, entweder mit Pflastersteinen oder mit Wasser gefüllten Kunststoffbehältern. Das erforderliche Gewicht variiert je nach verschiedenen Faktoren, und die Installationsanleitungen enthalten oft nicht genügend Details.


Die Behörde erklärte, dass diese Berechnung der niederländischen Norm NEN 7250 folgen müsse, welche die Anwendung von Solarenergiesystemen oder Bauelementen mit Photovoltaik- oder thermischen Systemen als integrierte oder eigenständige Komponenten der äußeren Gebäudestruktur beschreibt.


„Bei den mit Wasser zu füllenden Behältern besteht die Gefahr, dass das Wasser mit der Zeit durch Verdunstung oder Leckagen verschwindet, beispielsweise wenn die Behälter einfrieren und die Anlage dadurch zu leicht wird“, erklärte NEN. „Es ist auch keine gute Idee, die Solarpaneele durch zusätzliches Gewicht vor dem Wegwehen zu schützen. Wenn die Anlage zu schwer wird, könnte sie durch das Dach brechen.“

Solarbalkonhalterung.jpg
NEN warnte davor, dass selbst wenn ein Dach die Anlage anfänglich tragen kann, Schnee oder Starkregen aufgrund des kombinierten Gewichts der Paneele und des angesammelten Wassers oder Schnees dennoch zum Einsturz führen können. Weiterhin wies NEN darauf hin, dass Balkon-Photovoltaikanlagen gemäß der Norm NEN 1010, die die Installation, Erweiterung und Anpassung von Niederspannungsanlagen regelt, an das Stromnetz des Hauses angeschlossen werden müssen.


„Balkon-Photovoltaikanlagen müssen an separate Stromkreise angeschlossen werden, damit der Überstromschutz unter allen Umständen wirksam bleibt“, so die Behörde. „Es ist nicht zulässig, einen Wechselrichter mit Solarmodulen an eine beliebige Steckdose anzuschließen. Für den Anschluss der Solarmodule muss eine Steckdose verwendet werden, die an einen eigenen Stromkreis angeschlossen ist. An diese Steckdose darf nichts anderes angeschlossen werden.“
NEN wies darauf hin, dass bei der gemeinsamen Nutzung des Stromkreises durch eine Waschmaschine oder einen Wäschetrockner mit Solarmodulen ein zu hoher Stromfluss die Kabel überhitzen und möglicherweise einen Brand verursachen könnte.


Außerdem wurde angemerkt, dass Installationsanleitungen oft unklar sind, wie Solarmodule korrekt an den Wechselrichter angeschlossen werden. „Manche Anleitungen und Videos enthalten sogar Fehler“, hieß es. „Eine falsche Verbindung kann beispielsweise einen Brand verursachen, wenn Stecker nicht richtig einrasten.“


Die Behörde warnte außerdem davor, dass einige Bedienungsanleitungen die Verbindung mehrerer Geräte über Verlängerungskabel empfehlen, was zu Überlastung und Bränden führen kann. „Diese Risiken werden nicht oder nur unzureichend erwähnt“, so NEN.


Auszug aus dem Artikel, Urheberrechtsverletzungshinweis entfernt.