IEA: Kosten und Netzprobleme bremsen das Wachstum des australischen Marktes für Photovoltaik-Dachanlagen
Die Internationale Energieagentur (IEA) wies kürzlich darauf hin, dass Australien im Zeitraum 2023–2028 eine installierte Leistung von … aufweisen wird. Photovoltaikanlagen auf Dächern wird schneller zurückgehen als erwartet. Zudem steht das Land vor Problemen bei der Netzintegration und der Auslastung des Stromsystems, was die Behörde veranlasst hat, ihre Wachstumsprognosen für die installierte Kapazität erneuerbarer Energien in Australien zu revidieren.
Die IEA nannte Engpässe im Stromnetz, fehlende neue Unterstützung von Regierungsstellen und steigende Investitionskosten als Gründe für die Abwärtskorrektur ihrer Prognose für das Wachstum der installierten Kapazität erneuerbarer Energien in Australien um mehr als 10 Prozent.
Die Agentur betonte außerdem, dass die „anhaltende politische Unsicherheit“ nach dem vorzeitigen Erreichen des australischen Ziels für großflächige erneuerbare Energien (LRET) einer der Gründe für die Abwärtskorrektur der Prognose des Landes für neue Kapazitäten erneuerbarer Energien von 2023 bis 2028 sei.
Die IEA erklärte: „Der Markt für dezentrale Photovoltaik war in Australien in den letzten Jahren maßgeblich für das Wachstum der installierten Kapazität erneuerbarer Energien verantwortlich. Aufgrund von Herausforderungen im Zusammenhang mit der Netzauslastung und der Netzintegration wird jedoch ein schnellerer Rückgang der installierten Kapazität von Dach-Photovoltaikanlagen erwartet.“ Die Agentur merkte an, dass Regierungen weltweit diese Probleme angehen müssen, da sie sonst Schwierigkeiten haben könnten, das auf dem Klimagipfel COP28 im vergangenen Dezember vereinbarte Ziel einer Verdreifachung der installierten Kapazität erneuerbarer Energien bis 2030 zu erreichen.
Mehr als 100 Länder, darunter Australien, verpflichteten sich auf der Konferenz, die weltweit installierte Kapazität an erneuerbaren Energien bis 2030 zu verdreifachen.
Trotz der prognostizierten Verlangsamung des australischen Marktes für Photovoltaik-Dachanlagen bleibt die IEA hinsichtlich der Aussichten für den globalen Photovoltaik-Markt optimistisch und erwartet, dass die neu installierte Gesamtkapazität von Photovoltaik-Systemen und Windkraftanlagen zwischen 2023 und 2028 95 % der globalen Zubauten an erneuerbarer Energie ausmachen wird.
Im Jahr 2023 erhöhte sich die installierte Leistung neuer erneuerbarer Energien im globalen Energiesystem um 50 % auf fast 510 GW, wobei die installierte Leistung von Photovoltaikanlagen drei Viertel der weltweit installierten Leistung neuer erneuerbarer Energien ausmachte.
Die Analyse der Agentur zeigt, dass die weltweit installierte Kapazität erneuerbarer Energien unter den bestehenden politischen und Marktbedingungen in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich auf 7.300 GW ansteigen wird. Die installierte Kapazität von Photovoltaik-Systemen und Windkraftanlagen wird 95 % der weltweit neu installierten Kapazität erneuerbarer Energien ausmachen, und bis Anfang 2025 werden erneuerbare Energien die Kohle als weltweit größte Quelle der Stromerzeugung abgelöst haben.
Der Bericht wies außerdem darauf hin, dass der Preis für PV-Module im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um fast 50 % gesunken sei und dass sich der Trend zu sinkenden Kosten und rascher Verbreitung fortsetzen werde. Die weltweite Produktionskapazität für PV-Module werde voraussichtlich bis Ende 2024 1.100 GW erreichen und damit die Nachfrage deutlich übertreffen.
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