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Vietnam öffnet Energiemarkt für bilaterale Stromabnahmeverträge

05.07.2024

Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Baochinhphu hat die vietnamesische Regierung diese Woche neue Regeln erlassen, die den Abschluss von Direktverträgen zwischen unabhängigen Stromerzeugern (IPPs) und Energieverbrauchern ermöglichen.

Die neuen Bestimmungen wurden mit dem Dekret Nr. 80/2024/ND-CP umgesetzt, das nun in Kraft ist. Das Ministerium für Industrie und Handel (MoIT) wird die Entwicklung des Stromabnahmevertragsmarktes (PPA) überwachen.

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Unabhängige Stromerzeuger (IPPs) dürfen Strom entweder über das nationale Stromnetz oder über direkte Anschlussleitungen an Abnehmer verkaufen.

Bei der ersten Option schließen die Verkäufer Stromabnahmeverträge (PPAs) mit dem lokalen Energieversorger EVN ab, der wiederum PPAs mit den Käufern abschließt. Käufer und Verkäufer schließen dann Differenzverträge (CfD) auf Basis eines Preises pro Kilowattstunde ab.

Bei der zweiten Option vereinbaren unabhängige Stromerzeuger (IPPs) und Abnehmer die Vertragsbedingungen direkt und haben die Möglichkeit, überschüssigen Strom an EVN zu verkaufen.

Vor Einführung der neuen Regelungen förderte die vietnamesische Regierung großflächige Solarenergie über ein Einspeisevergütungsprogramm (FIT), das im Jahr 2020 auslief.

Vietnam verfügte Ende letzten Jahres laut den neuesten Daten der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) über eine Solarkapazität von 17,07 GW. Davon wurden rund 11 GW im Jahr 2020 installiert, während in den drei Jahren zuvor lediglich 1 GW hinzukam.

Auszug aus dem Artikel, Urheberrechtsverletzungshinweis entfernt.