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Herausforderungen in der japanischen Photovoltaikindustrie

23.10.2023

Der jüngste Abschwung in der japanischen Photovoltaikbranche ist unübersehbar. Vertreter des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie haben kürzlich ihr Engagement für die Förderung der Perowskit-Technologie im Land bekräftigt. Laut Plan der japanischen Regierung soll die Photovoltaik-Stromerzeugung bis 2030 14 bis 16 % des gesamten Strombedarfs decken. Das bedeutet, dass Japan seine Photovoltaik-Stromerzeugung in weniger als zehn Jahren verdoppeln muss. Daher positioniert sich Japan aktiv in der Forschung und Produktion von Photovoltaikzellen der nächsten Generation. Branchenweit herrscht jedoch die Ansicht vor, dass verschiedene Faktoren wie die industrielle Integration, die Managementstruktur und die Installationsszenarien die Entwicklung der japanischen Photovoltaikbranche hemmen.


Photovoltaik im Gigawattbereich


Als einer der Pioniere der Photovoltaik hat Japan durch seine Förderpolitik Energieversorger dazu verpflichtet, Strom aus Solarenergie und anderen erneuerbaren Quellen zu hohen Preisen abzunehmen. Dies führte zu einem rasanten Anstieg der Zahl der Unternehmen, die in die Photovoltaikbranche einstiegen. Zu Beginn des Jahrhunderts hielt das japanische Unternehmen Sharp den größten Weltmarktanteil an Photovoltaikkomponenten. Auch andere Unternehmen wie Kyocera, Panasonic und Mitsubishi Electric zählten zu den Top Fünf. Um das Jahr 2010 begann der Weltmarktanteil japanischer Unternehmen jedoch allmählich zu sinken. In den letzten Jahren hat sich der Niedergang japanischer Hersteller von Photovoltaikkomponenten verstärkt, da es zu einem kontinuierlichen Rückzug aus der Produktion und Fertigung dieser Komponenten gekommen ist.


Gleichzeitig stellen die Installationsszenarien einen weiteren limitierenden Faktor für die Entwicklung der Photovoltaik in Japan dar. Als Inselstaat mit nahezu keinem Flachland verfügt Japan nur über sehr wenige geeignete Flächen für die Photovoltaik-Stromerzeugung. Laut Statistiken der Internationalen Energieagentur (IEA) ist Japan zwar weltweit führend in der Photovoltaik-Leistungskapazität pro Flächeneinheit Flachland, doch die Wachstumsrate der installierten Kapazität sinkt jährlich. Dies deutet darauf hin, dass die Auslastung geeigneter Standorte für Photovoltaik ihre Grenzen erreicht hat und nur noch wenige Flächen für die Entwicklung zur Verfügung stehen.


Als Reaktion darauf hat Japan in diesem Jahr die Einnahmen aus der Stromerzeugung durch Photovoltaikanlagen auf Dächern erhöht und festgelegt, dass Energieversorgungsunternehmen den Strom aus Photovoltaikanlagen auf Dächern zu einem um 20 % höheren Preis als in Ebenen oder Bergregionen abnehmen müssen, um Unternehmen zu ermutigen, Photovoltaikanlagen auf den Dächern von Fabriken und Lagerhallen mit niedrigeren Auslastungsgraden zu installieren.


Auszug aus dem Artikel, Urheberrechtsverletzungshinweis entfernt.