Rohstoff- und Transportkosten steigen 2022 rasant an – Globale PV-Projekte gefährdet
Laut einem aktuellen Bericht des Branchenberatungsunternehmens Resta Energy wird erwartet, dass mehr als die Hälfte der Photovoltaikprojekte Weltweit kann es aufgrund des Anstiegs der Rohstoff- und Transportkosten zu Verzögerungen oder Stornierungen kommen.
Der Bericht hebt hervor, dass aufgrund von Engpässen in der Lieferkette und steigenden Rohstoffpreisen rund 50 Millionen Kilowatt der für 2022 geplanten 90 Millionen Kilowatt an Photovoltaik-Großprojekten auf Hindernisse beim Bau stoßen könnten.
Daten des Marktforschungsunternehmens Exinma zeigen, dass der Preis für Polysilizium seit Oktober 2020 um über 200 % gestiegen ist. Darüber hinaus haben sich die Herstellungskosten für Photovoltaikkomponenten im Vergleich zum Vorjahr um fast 50 % erhöht und damit den höchsten Stand seit 2017 erreicht. Grund dafür ist der kontinuierliche Anstieg der Rohstoffkosten, darunter Silber, Kupfer, Aluminium und Glas.
Darüber hinaus dürften die angespannte Lieferkette und die gestiegenen Transportkosten die Preise verschiedener Rohstoffe weiter in die Höhe treiben. Laut einem Bericht von Resta Energy sind die Transportkosten seit Ausbruch der COVID-19-Pandemie um fast 500 % gestiegen, was zu einem entsprechenden Anstieg der Kosten für Photovoltaik-Rohstoffe geführt hat.
Der Bericht hebt hervor, dass die Kosten für Photovoltaikkomponenten und die damit verbundenen Transportkosten typischerweise ein Viertel bis ein Drittel der gesamten Investitionsausgaben eines Projekts ausmachen. Der Anstieg dieser Kosten wird die Rentabilität von Photovoltaikprojekten erheblich beeinträchtigen. Ein Vergleich der Transportkosten des Vorjahres mit den aktuellen Kosten durch Resta Energy zeigt, dass die gestiegenen Kosten zu einem Anstieg der Solarstromkosten um 10 bis 15 % geführt haben. Dies stellt eine erhebliche Herausforderung für die meisten Projekte dar, die für 2022 geplant sind.
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