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Kann die Verhinderung der chinesischen Solar-PV-Industrie gelingen?

27.11.2023

Nach jahrzehntelanger Entwicklung hat sich China zu einer unbestrittenen globalen Macht in der Photovoltaikindustrie entwickelt! Stand Oktober 2023 erreichte Chinas neu installierte Photovoltaikkapazität 142,56 GW und übertraf damit den jährlichen Installationsumfang des Vorjahres.


Trotz dieser rasanten Entwicklung steht die chinesische Photovoltaikindustrie jedoch vor zahlreichen Risiken. Traditionelle Handelserleichterungen und Zollschranken bestehen weiterhin. Wichtige Überseemärkte wie die USA, die EU und Indien verfolgen aktiv Strategien zur Lokalisierung der Produktion und erhöhen Subventionen und Förderprogramme für ihre heimischen Industrien, was zu einem Trend der „Entchinisierung“ führt. Photovoltaik-HerstellungDie


Photovoltaikanlage für Wohnhäuser


Kann die ausländische Blockade der chinesischen Photovoltaikindustrie unter dem Druck vielfältiger Faktoren Erfolg haben?


Laut Statistiken des Handelsministeriums haben die USA, die EU, Kanada, Indien und sechs weitere Länder und Regionen im Laufe des letzten Jahrzehnts fast 20 Handels- und Wirtschaftsuntersuchungen zu chinesischen Photovoltaikprodukten eingeleitet.


Neben dem Handelsschutz unterstützen auch mehrere Länder und Regionen, darunter die USA, Indien und die EU, aktiv heimische Unternehmen, um deren Abhängigkeit von der chinesischen Photovoltaik-Produktion zu verringern.


Sind diese Maßnahmen, mit denen Chinas Photovoltaik-Produktion behindert werden soll, wirksam?


Die weltweite Photovoltaik-Produktionskapazität konzentriert sich derzeit noch auf China. Die Marktkonzentration liegt bei über 90 % in den Segmenten Siliziummaterialien, Siliziumwafer und -zellen und bei über 80 % im Komponentensegment. Kurzfristig dürfte Chinas internationale Stellung in der Photovoltaik-Industrie kaum zu verändern sein.


Andererseits ist Chinas Photovoltaik-Fertigung, von der Ausrüstung bis zum Endprodukt, nahezu vollständig ausgestattet, was einen deutlichen Kostenvorteil bietet. Im Gegensatz dazu mangelt es vielen ausländischen Produktionsunternehmen an lokalen Fertigungskapazitäten in den vorgelagerten Bereichen und bei den Hilfsstoffen, was zu hohen Produktionskosten führt.


Objektiv betrachtet haben außenhandelspolitische Schutzmaßnahmen die Entwicklung der chinesischen Photovoltaikindustrie über viele Jahre nicht eingeschränkt; im Gegenteil, sie wirkten sich sogar negativ auf den heimischen Photovoltaiksektor aus. So führte beispielsweise die Einleitung von Antidumping- und Antisubventionsmaßnahmen der EU gegen chinesische Photovoltaikprodukte zu einem deutlichen Rückgang der Photovoltaikinstallationen in Europa zwischen 2013 und 2018.


Es ist wichtig festzuhalten, dass es bei handelspolitischen Schutzmaßnahmen keine Gewinner gibt. Angesichts der Unsicherheiten und Risiken auf ausländischen Märkten müssen chinesische Photovoltaikunternehmen neben dem Ausbau ihrer internen Kapazitäten die aktuelle internationale politische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Lage im Auge behalten, ihr Risikobewusstsein stärken und ihre Produktionskapazitäten im Ausland umsichtig planen.